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Sabine Jelinek

Transfiguration, 2003–2009

Ausstellungsdauer:

03. Juni - 26. September 2010

Ausstellungsort:

Landesgalerie Linz

geboren 1969 in Wien, lebt in Wien und Linz
 


Sabine Jelinek, »Gelbblutig« [yellow-bloody], 2005, aus der Serie / from the series »Transfiguration«, 2003–2009

C-Prints · je 28 x 21 cm each

© VBK Wien, 2010

 
Die Fotografien und Videoarbeiten Sabine Jelineks erweisen sich wiederholt als ein komplexes Modell von erweiterten Selbstporträts, die den eigenen Körper, persönliche Lebens- und Ortserfahrungen, die Rolle als Künstlerin sowie spezielle Erlebnisse und Wahrnehmungen reflektieren.

Mehrere ihrer fotografischen Serien entstehen über längere Zeiträume bzw. fassen immer wiederkehrende Bildsituationen zusammen. Dazu gehören etwa Ausblicke aus Ateliers in unterschiedlichen Städten und zu verschiedenen Jahreszeiten oder der Umstand, dass Jelinek seit ihrer Kindheit mit dem plötzlichen Auftreten von Nasenbluten konfrontiert ist. Die Fotoarbeit Transfiguration vermittelt diese konkrete Situation in Form eines Selbstporträts mit Kamera, die in der Frontalansicht der Künstlerin fast ausnahmslos als apparatives Auge funktioniert. Die wechselnden Modelle der Fotoapparate belegen wie die einzelnen Bildtitel, die sich zumeist auf die Farbe der Kleidung (»Gelbblutig«, »Rosablutig «, »Braunblutig«) bzw. den Ort der Aufnahme (»Romblutig«, »Wienblutig«) beziehen, die Zufälligkeit und Authentizität der seit 2003 festgehaltenen Momente. Für die Serie wählte Jelinek den Gesamttitel »Transfiguration«, der in seiner ursprünglichen Wortbedeutung als »Verklärtheit«, »Verklärung «, »Verzückung« sowie als der kunsthistorische Begriff zur Beschreibung von Personen in Ekstase zum Tragen kommt. Mit diesen Augenblicken höchster Hingabe assoziiert Sabine Jelinek einen persönlichen Zustand speziellen Aufnahmevermögens und den Gedanken an die Endlichkeit des eigenen Körpers. Damit repräsentiert Transfiguration eine Selbstbegegnung, die eine konkrete Verletzlichkeit in einem Akt performativer Einsamkeit und in einem selbstreflexiven Spiegel der Fotografie beschreibt.

(Martin Hochleitner)

 

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