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Sonia Leimer

To move in parallel, playing back from earlier, 2009

Ausstellungsdauer:

03. Juni - 26. September 2010

Ausstellungsort:

LENTOS Kunstmuseum Linz

geboren 1977 in Meran / Italien, lebt in Wien
www.sonialeimer.net
 


Sonia Leimer, »To move in parallel, playing back from earlier«, 2009

Metallkonstruktion / Metal structure (290 x 180 cm), Crashglas / Crash glass (90 x 180 cm), Glas / Glass (90 x 180 cm), Licht / Lighting

Foto / Photo: Saprophyt

 
Raum und Zeit sowie ihre Wahrnehmung durch den Menschen sind immer wieder auftretende Faktoren in den künstlerischen Arbeiten von Sonia Leimer. Sehr oft stellt dabei das Medium Film einen wichtigen Bezug dar, sowohl als Komplex der Unterhaltungsindustrie als auch im Hinblick auf seine technischen Mittel.

Sonia Leimer nutzt beispielsweise Foley Art (die Kunst des Geräuschemachens), Green Boxes (zur Bildfreistellung) oder Filmsets, die es ihr ermöglichen, die Überlappungen von Fiktion und Realität bzw. zwischen mehreren zeitlichen Ebenen sichtbar zu machen. So auch bei dem Objekt, das die Künstlerin bei der TRIENNALE LINZ zeigt. Zu sehen ist eine Metallkonstruktion mit eingesetzten Flächen aus Glas: sowohl herkömmlichem als auch sogenanntem Crash- oder Zuckerglas, das bei Filmstunts verwendet wird. Der Unterschied zwischen diesen beiden transparenten Scheiben wird erst beim Blick hindurch erkennbar: Das fragile Crashglas ermöglicht keinen scharfen Blick. Die BetrachterInnen stehen durch die Erkenntnis, irrsinnig leicht zerbrechliches Glas vor sich zu haben, in einem plötzlichen Spannungsverhältnis zur gesamten Konstruktion. Die Fragilität des Stuntglases wird zur Herausforderung; ein zeitliches Moment wird spürbar. Die Künstlerin erzeugt auf diese Weise ein Spiel mit der Verlockung, das Glas tatsächlich zerspringen zu lassen. Dadurch wird der Skulptur eine potenzielle Handlung eingeschrieben. Sonia Leimers Kunstwerk evoziert einen zeitlichen Verlauf, bei dem sich Gegenwart und Zukunft überlagern.

(Nina Kirsch)

 

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