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Ralo Mayer

»Etwa mit geschlossenen Augen, Phosphene, Blue Arc, Haidinger-Büschel, dergleichen, Formkonstanten einer politischen Ökologie; ja, in der Art lässt sich der Gebäudekomplex darstellen, als Vorstellung. Archäologen entdeckten diese entoptischen Phänomene an den Wänden gewisser prehistorischer Höhlen. Da spricht nichts dagegen, dies auch hier zu blicken, als Widerschein der Zukunft.« (p. 217 f.) That said, serendipity has been voted the third hardest to translate word, 2010

Ausstellungsdauer:

03. Juni - 26. September 2010

Ausstellungsort:

OK Offenes Kulturhaus

geboren 1976 in Eisenstadt, lebt in Wien
Preisträger des Preis der Triennale Linz
 


»Etwa mit geschlossenen Augen, Phosphene, Blue Arc, Haidinger-Büschel, dergleichen, Formkonstanten einer politischen Ökologie; ja, in der Art lässt sich der Gebäudekomplex darstellen, als Vorstellung. Archäologen entdeckten diese entoptischen Phänomene an den Wänden gewisser prehistorischer Höhlen. Da spricht nichts dagegen, dies auch hier zu blicken, als Widerschein der Zukunft.« (p. 217 f.) That said, serendipity has been voted the third hardest to translate word, 2010

Foto: Otto Saxinger

 
Ralo Mayers Arbeiten verfolgen ein breites Themenspektrum zwischen postfordistischen Realitäten, Raumfahrtgeschichte, höherdimensionalen Geometrien und anderer Science-Fiction. Seine künstlerische Praxis ist vom Konzept der performativen Untersuchung geprägt und fragt danach, wie wir durch Modellwelten nicht nur Wirklichkeit beschreiben, sondern durch die Konstruktion und Interpretation von Modellen auch Sprechakte setzen und somit agieren.

Durch diesen prozessorientierten Ansatz gelangt er zu einer Überschreitung dokumentarischer Strategien. Das Ergebnis sind »renitente Übersetzungsmonster zwischen Medien wie Film, Performance, Rauminstallation und Text«. Mayer präsentiert eine Installation seiner seit 2007 laufenden Untersuchungen zu »Biosphere 2«, einem zwischen 1987 und 1991 in Arizona als abgeschlossenes Ökosystem konstruierten Glashaus, in dem acht WissenschaftlerInnen zwei Jahre lang die Vision einer Welt im Kleinen lebten. Der privat finanzierte, gigantische Kristallpalast, der als wissenschaftliches Testmodell für globale ökologische Zusammenhänge und Weltraumkolonien diente, ist heute eine Space-Age-Ruine. Mittels »Übersetzung « eines imaginären Sci-Fi-Romans beschreibt Mayer »Biosphere 2« sowohl als Zeit-Scharnier rund um 1989, das die Aufbruchstimmung der 1960er- und 70er-Jahre und die damit einhergehende Suche nach alternativen Lebensformen mit jüngsten globalen Veränderungen verbindet, wie als Labor einer neuen »politischen Ökologie« im Sinne Bruno Latours.

(Sandro Droschl, Ralo Mayer)

 

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