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David Moises

Begeisterter Parkschaden, 2010

Kunst im Parkhaus:

26. Juni - 07. Juli 2010

täglich 19.00 - 21.00 Uhr

Ausstellungsort:

OK Offenes Kulturhaus

geboren 1973 in Innsbruck, lebt in Wien
www.davidmoises.com
 


David Moises, »Begeisterter Parkschaden« [Enthusiastic body damage], 2010

PKW modifiziert, kinetische Installation / motor car modified, kinetic installation

Courtesy Charim Galerie, Wien

 
David Moises »baut bewegliche Objekte, die oft auch benutzbar sind« – so lautet eine lapidare Selbstbeschreibung des Künstlers. In der Tat sind es vor allem mechanische Gegenstände, die ihn faszinieren und mit denen er arbeitet, wie z. B. Fahrzeuge aller Art.

Er analysiert sie, er denkt sie neu, er zerlegt und verändert sie. Er baut sie um zu »poetischen Maschinen« (Ernst Strouhal), die einen Zweck verfolgen, der außerhalb ihres gelernten gesellschaftlichen Nutzens liegt. Kunstwerke eben, die ihren Sinn aber meist erst in der Aktion, in der Performance, in der Benutzung finden und entfalten. Moises ist Künstler, Techniker, Erfinder, Ideenspringer und leidenschaftlicher Sammler von Hobbyheften. Als Bastler mag man ihn dann bezeichnen, wenn man unter dieser Tätigkeit wie Lévi-Strauss eine unwissenschaftliche haptische Kontaktaufnahme mit der Umgebung und ihren Materialien versteht. Spielerisch und reflektiert schafft er eine eigene Welt aus bewegten Dingen, die unserer Alltagswirklichkeit im wörtlichen Sinn entsprungen sind. Für die TRIENNALE LINZ manipuliert Moises einen seriös wirkenden Mittelklassewagen, der gegen jede Straßenverkehrsordnung führerlos und ungesteuert im Schritttempo durch ein Parkhaus fährt. Die Räder sind derart präpariert, dass keine Drehbewegung sichtbar ist und der Wagen scheinbar ins Schleudern zu geraten droht. Stößt der Wagen an ein Hindernis, ändert sich je nach Winkel die Fahrtrichtung und er »verstümmelt« sich selbst. Blechschaden! Unheimliches entsteht bekanntlich da, wo Mechanisches als lebendig erscheint und umgekehrt, Lebendiges als mechanisch. Die Auto-Performance wird auf Video festgehalten und erhält, wie im Genre-Kino, ein Eigenleben.

(Martin Sturm)

 

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