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Misha Stroj

Offenbergers Werke, 1959 / 2003 / 2010

Ausstellungsdauer:

03. Juni - 26. September 2010

Ausstellungsort:

LENTOS Kunstmuseum Linz

geboren 1974 in Ljubljana / Slowenien, lebt in Wien
 
 


Misha Stroj, »Sturz knapp vor dem Ziel! Der Eisschnellläufer Offenberger (rechts) bei der Europameisterschaft 1959 in Göteborg« [A fall immediately before the finishing line! The speed skater Offenberger (right) at Göteborg], 1959 / 2003 / 2010

Zeitungsausschnitt / Newspaper clipping · 19 x 7,5 cm

Courtesy Kerstin Engholm Galerie, Wien

 
Für die TRIENNALE LINZ greift Misha Stroj eine seiner älteren Arbeiten auf und nimmt sie zum Anlass, seine eigenen künstlerischen Intentionen der Vergangenheit zu hinterfragen. Stroj geht von dem Ensemble um den österreichischen Eisläufer Franz Offenberger aus, das er 2003 zum ersten Mal präsentierte.

Die Gruppe bestand damals aus einem vergrößerten Druck eines Zeitungsausschnitts, der den Sturz Offenbergers knapp vor dem Sieg bei den Europameisterschaften 1959 zeigt, und zwei Objekten, die auf den Zeitungsausschnitt Bezug nehmen. Als »Autor« der Arbeiten gab Stroj Franz Offenberger selbst an. Das eine Objekt ist als Nachbildung der Sturzsituation zu lesen: Ein nicht näher ausformulierter Haufen »Elend«, der die gesamte Enttäuschung des Sportlers ausdrückt. Die andere, von der Decke hängende Skulptur, eine Kugel, aus der 32 Beine mit Schlittschuhen ragen, kann als Überwindung dieser menschlichen Enttäuschung gesehen werden. Der Zeitungsausschnitt ist auch für den Beitrag zur TRIENNALE LINZ der Ausgangspunkt der Arbeit, die um eine bewusste Überarbeitung erweitert wird. Stroj geht es dabei nicht nur um eine räumliche Repositionierung der Einzelteile, sondern um die Reflexion einer künstlerischen Arbeit an sich, die auch die Fragen nach Vereinnahmung und nach dem Recycling von Kunst stellt. Die Ursprungsarbeit selbst und die Wiederaufnahme zur Reflexion stehen symptomatisch für Strojs gesamte Arbeitsweise. Der Künstler, der seine philosophische Ausbildung nicht leugnen kann, verarbeitet reale Vorkommnisse, erweitert sie und fängt – wenn es sein muss – wieder damit von vorn an.

(Nina Kirsch)

 

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