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Markus Wilfling

o. T. (Altar der Bedientheit), 2010

Ausstellungsdauer:

03. Juni - 26. September 2010

Ausstellungsort:

OK Offenes Kulturhaus

geboren 1966 in Innsbruck, lebt in Graz und Wien
 


Markus Wilfling, »o.T. (Altar der Bedientheit)« [Untitled (Altar to In-it-up-to-the-neck)], 2010

Verschiedene Materialien / Different materials, 450 x 190 x 45 cm

© VBK Wien, 2010

 
In seinen vielfältigen Objekten, Skulpturen, Installationen und Interventionen spielt Markus Wilfling mit der Sichtbarkeit des Nicht-Sichtbaren, mit der Materialität des Immateriellen. Durch Bedeutungsverschiebungen und humorvolle, teils skurrile Dekontextualisierungen lädt er Objekte des Alltags mit überraschenden inhaltlichen Assoziationen auf, die eine ursprüngliche Nutzung des Objektes vereiteln und über die übliche Verwendung und Charakterisierung des Objektes nachdenken lassen.

Dabei hat er eine persönliche Sprache entwickelt, die den Dingen Leben einhaucht und ihren Objektcharakter hin zu einer subjektiven Aktivierung verändert. Auf diese Weise spielt Wilfling immer auch mit unserer Wahrnehmung. Insbesondere beschäftigt sich der Künstler mit räumlichen Fragestellungen, indem er ein mögliches Dazwischen auslotet, Leerstellen ob ihrer ungenutzten Möglichkeiten hinterfragt und mit seinen Objekten – auch beschreibbar als erweiterte Skulpturen – füllt. Für die TRIENNALE LINZ stellt Wilfling eine »Bedientheitanleitung« zusammen, die aus einer überbordenden Fülle von Bedienungsanleitungen unterschiedlichster Herkunft besteht und auf Ablagen, Laden und Schiebeelementen eines kastenähnlichen Möbelstücks präsentiert wird. Das an ein Wohnzimmermobiliar erinnernde Objekt ist vermeintlich auf heimelige Zweckdienlichkeit ausgerichtet, birgt es doch ein Sammelsurium von schwer verständlichen Anweisungen und Inhalten, die unsere spezialisierte Dingwelt zu erklären suchen. Wilfling bietet ein inhaltlich und räumlich ausuferndes Ordnungssystem an, in dessen plastischer Adaption die zunehmende Rationalisierung der Wissensproduktion wie -rezeption und die Ökonomisierung der Lebenszusammenhänge sichtbar werden.

(Sandro Droschl)

 

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