EX MACHINA | Kunst & Maschine | Presse


Pressemitteilung vom:
21. Oktober 2020

Pressebilder:
Zur Bilderübersicht

Veranstaltungsseite

Downloads
Ansprechpartner

EX MACHINA

Kunst & Maschine
22.10.2020-17.01.2021


Künstler:
Clemens Fürtler
Peter William Holden

Kuratorin:
Michaela Seiser

Die Ausstellungsreihe EX MACHINA setzt sich mit der Wechselbeziehung zwischen Kunst und Maschinen auseinander. Der scheinbare Gegensatz ist tatsächlich eine Jahrhunderte alte, fruchtbare Beziehung, die sowohl Kunst als auch Ingenieurswesen beeinflusst hat. Von der Antike bis heute spielen Maschinen eine Rolle in der Kunst.
Der Ausstellungtitel leitet sich daher vom „Deus ex Machina“, dem „Gott aus der Maschine“ ab und verweist auf die bekannte antike Bühnenmaschine, die in der griechischen Tragödie das plötzliche Auftauchen von Gottheiten ermöglichte, die in die Handlung eingriffen.

Über die Jahrhunderte dienten Apparate von der Camera Obscura über die Laterna Magica bis zu Fotoapparat und Film der Animation und Erweiterung des Kunstwerks bzw. des Kunstschaffens. Ist die Mechanik zunächst nur Mittel zum Zweck und eher im Hintergrund, avancieren Maschinen im 19. Jahrhundert, im Zuge der Industrialisierung, zu Meisterwerken der Ingenieurskunst.

Es entwickelte sich eine Maschinen-Ästhetik, die 1934 in einer Ausstellung des Museums of Modern Art in New York mit dem Titel „Machine Art“ kulminierte, wo Maschinen wie Kunstwerke präsentiert wurden.

Etwa zur selben Zeit beginnt aber auch die Kritik an der Industrialisierung Einzug in künstlerische Werke zu halten. Zwischen 1933 und 1936 produzierte Charlie Chaplin seinen berühmten Film „Modern Times“, in dem ein Fabrikarbeiter, verrückt von Fertigungstempo und Zeitdruck an seinem Arbeitsplatz, schließlich vom Maschinengetriebe eines riesigen Fließbandes verschlungen wird. Künstler*innen hinterfragen ihre Rolle und kritisieren das System Kunst, das sich immer mehr der Marktwirtschaft unterordnet, indem sie selbst Maschinen bauen, die für sie Kunstwerke produzieren.

Mit dem Computer erweitert sich die Diskussion um die Frage nach der Kreativität? Computer können nicht nur das Handwerk übernehmen, sondern künstliche Intelligenz könnte auch das genuin Künstlerische übernehmen, den kreativen Prozess. Bereits in den 1960er Jahren gab es erste Versuche im Feld der Computergrafik. In diesen Werken wurde statt des kreativen Einfalls der Zufall an den Beginn eines Algorithmus gestellt, der davon ausgehend eine Folge von grafischen Elementen komponierte. Die Erweiterung der Rechenleistung, Big Data und Künstliche Intelligenz verändern den Zugang und könnten dem menschlichen Prozess der Kreativität noch näher kommen.

Die Ausstellungsreihe EX MACHINA geht genau den Fragen nach technischer Animation, Maschinenästhetik, maschineller Produktion von Werken und künstlicher Simulation von Kreativität nach. Den Auftakt machen Clemens Fürtler und Peter William Holden.


Peter William Holden kommt aus dem Bereich des Expanded Cinema bzw. der Expanded Animation und bedient sich rezenter Computertechnik und Elementen aus der Robotik um seine Maschinen zu erzeugen. Seine Apparate choreografieren Performances und Projektionen. Concentricity erzeugt auf Knopfdruck Regentropfen, die auf eine Wasseroberfläche fallen und konzentrische Kreise bilden und macht dieses sinnliche Erlebnis auch im Museumsraum zugänglich.

Auch Clemens Fürtlers Maschine erzeugt sinnliche Bilder. Sie ist eine kinetische Skulptur die den Raum mit Schattenprojektionen füllt. Über diese ephemeren Bilder hinaus werden mit der Bildmaschine aber auch Kunstwerke produziert. Gemeinsam mit seinem Partner Moritz FRIEDEL hat Fürtler eine Methode entwickelt, die Schattenbilder als Fotogramm direkt auf Fotopapier festzuhalten. Seine Maschinen produzieren einen auch für ihn überraschenden Bilderkosmos den er mit verschiedenen künstlerischen Methoden weiter bearbeitet.

Ein Roboter führt stündlich durch die Ausstellung.


CLEMENS FÜRTLER
www.fuertler.com

1966, geboren in Mödling, NÖ
1990 – 95, Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien / Malerei
lebt und arbeitet in Wien

Ausstellungen (Auswahl)
Museum der bildenden Künste, Leipzig (solo), AK Kunstprojekte, Arbeiterkammer, Wien (solo); ”, KHB LAB, Kunsthalle Bratislava (solo); Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck (solo); Zeppelin-Museum, Friedrichshafen, Deutschland (solo);  KAI 10, Arthena Foundation, Düsseldorf; Hyundai Motorstudio, Beijing, China; OSMOSIS – Audiovisual Media festival", Taipei, Taiwan, Galerie Fata Morgana, Berlin;  „Pavilion 0”, Palazzo Doná, Biennale Venedig; National Museum, Warschau, Polen;  Zendai-MOMA, Shanghai, China

PETER WILLIAM HOLDEN
www.peter-william-holden.com

1970, geboren in Burnley, UK.
lebt und arbeitet in Leipzig

Ausstellungen (Auswahl)
Mdbk, Leipzig, Germany (solo), Stereolux. Nantes, France (solo); Merge Festival, Supported by Tate Modern, London, UK (solo); Scène Nationale de Montbéliard, France (solo); Kapelica Gallery Ljubljana, Slovenia (solo); National Museum of Modern and Contemporary Art, Seoul, Korea. Power Station of Art, Shanghai, China;  K11 art space, Guangzhou, China; TransAmériques Montréal Canada; “Dance Machines” Lille3000 France; RIAUS, Royal Institute Adelaide, Australia; File Festival - São Paulo, Brazil; Incheon International Digital Arts festival, Kore;. WRO Expanded City Media Art Biennale Wroclaw, Ars Electronica Linz, Austria.

SCITOS A5 von Metralabs
ist ein zertifizierter Service-Roboter, der konzipiert wurde um Menschen zu Produkten und Exponaten zu führen. Er kommuniziert über Sprachausgabe, Kopfbewegungen und ein Touchdisplay. Auf dem Weg zum Ziel weicht er Hindernissen aus und orientiert sich an bestehenden Gebäudestrukturen. Zusätzliche Sensoren oder Markierungen sind nicht erforderlich. SCITOS A5 erlernt seine Umgebung mit der Inbetriebnahme.
    
Die Firma MetraLabs ist spezialisiert in der mobilen Service-Robotik. 2007 brachte die Firma den ersten interaktiven und mit dem Thüringer Forschungspreis ausgezeichneten Shopping-Roboter der Welt auf den Markt. Seitdem produzierten sie über 300 Roboter in verschiedenen Anwendungen die sie weltweit installierten, und die inzwischen mehr als 100.000 km Fahrerfahrung aufweisen.


Auf einen Blick ...
EX MACHINA Kunst & Maschine

OK im OÖ Kulturquartier    OK Platz 1, 4020 Linz
T: +43(0)732/784178-0
E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.
www.ooekulturquartier.at

Dauer:
22.10.2020-17.01.2021
Öffnungszeiten:
Di – Fr, 10:00-18:00
Sa, So, Fei, 11:00-19:00

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Maria Falkinger
OÖ Kulturquartier
T: +43(0)732/784178-52540
E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.


Pressefotos

Alle Bilder (c) Otto Saxinger.

Clemens Fürtler / Moritz Friedel, Fotogramme, 2019
Clemens Fürtler / Moritz Friedel, Fotogramme, 2019
Clemens Fürtler / Moritz Friedel, Fotogramme, 2019
Clemens Fürtler / Moritz Friedel, Fotogramme, 2019
Clemens Fürtler, Turm zu Babel (Bildmaschine 08), 2018
Clemens Fürtler, Turm zu Babel (Bildmaschine 08), 2018
Clemens Fürtler, Turm zu Babel (Bildmaschine 08), 2018
Clemens Fürtler, Turm zu Babel (Bildmaschine 08), 2018
Clemens Fürtler, Turm zu Babel (Bildmaschine 08), 2018
Clemens Fürtler, Turm zu Babel (Bildmaschine 08), 2018
Peter William Holden, Concentricity
Peter William Holden, Concentricity
Peter William Holden, Concentricity
Peter William Holden, Concentricity
Peter William Holden, Concentricity
Peter William Holden, Concentricity
Ein Roboter führt durch die Ausstellung, SCITOS A5 von Metralabs
Ein Roboter führt durch die Ausstellung, SCITOS A5 von Metralabs
Ein Roboter führt durch die Ausstellung, SCITOS A5 von Metralabs
Ein Roboter führt durch die Ausstellung, SCITOS A5 von Metralabs
Ein Roboter führt durch die Ausstellung, SCITOS A5 von Metralabs
Ein Roboter führt durch die Ausstellung, SCITOS A5 von Metralabs